Dein größtes Hindernis auf dem Weg zum Steuerberaterexamen?

Dein größtes Hindernis auf dem Weg zum Steuerberaterexamen?

Das schaut Dich jeden Morgen aus dem Spiegel an.

Aber nicht aus den Gründen, an die Du jetzt wahrscheinlich denkst.

Denn Du bist nicht zu faul oder zu dumm oder zu unbegabt oder was immer diese kleine Stimme in Deinem Kopf Dir sonst gern einredet.

Die wenigsten Kandidaten, die ich kenne, scheitern an ihrem Fachwissen oder daran, dass sie das Examen nicht ernst genug genommen haben.

Einige Kandidaten scheitern an der Klausurtechnik und -taktik, weil sie ihr Wissen nicht punktgenau und in der vorgegebenen Zeit zu Papier bringen können.

Aber für viele Kandidaten sind sie selbst das größte Hindernis auf dem Weg zum Examen.

Denn Du glaubst eigentlich nicht wirklich daran, dass Du es schaffen kannst.

Du glaubst ja nicht einmal daran, dass Du es verdient hättest, es zu schaffen.

Du denkst, Du bist nicht gut genug.

Und deshalb reibst Du Dich in der Vorbereitung vollkommen auf.

Du gönnst Dir keine freie Minute, keine Pausen, keine Zeit für Familie oder Freunde, keinen Augenblick, der nicht für die Examensvorbereitung wäre.

Denn an dieser Minute könnte ja am Schluss Dein Bestehen hängen.

Du gönnst Dir nicht einmal Schlaf.

Denn wenn Du so viel Zeit und so viel Geld in diese Vorbereitung steckst, dann hoffst Du, Dir auf diese Weise das Examen verdienen zu können.

Obwohl Du nicht gut genug bist.

Und wenn Du nach Wochen des pausenlosen Lernens und mit massivem Schlafdefizit Deine Übungsklausuren schreibst, die Du Dir in einer Taktung gesetzt hast, dass an Nacharbeiten nicht einmal zu denken ist, kommen nicht die Ergebnisse heraus, die Du Dir erhofft hattest.

Also lernst Du noch mehr und schläfst noch weniger und schreibst noch mehr Klausuren…

Und die Ergebnisse werden nicht besser.

Wie sollten sie auch?

Aber das kannst Du gar nicht mehr sehen, weil Du in einem Tunnel unterwegs bist, der nur auf noch mehr Entbehrung ausgerichtet ist.

Dieser Teufelskreis dreht sich immer weiter.

Nach monatelanger Überarbeitung und Schlafentzug bist Du Anfang Oktober auf dem absoluten Tiefpunkt.

Pünktlich zum Examen.

Das so gut läuft, wie man es in diesem Zustand erwarten kann.

Und Dir die Bestätigung gibt, dass Du nicht gut genug bist.

Aber so muss es nicht laufen.

Denn Du bist gut genug.

Du denkst, ich kenne Dich nicht und kann das nicht beurteilen.

Aber die Sache ist: Du kennst Dich nicht gut genug.

Du hast die Fähigkeiten, um das Examen zu bestehen.

Du darfst Dich nur nicht selbst sabotieren.

Dein Ziel muss es sein, im Oktober in der bestmöglichen Verfassung zu sein. Nicht nur fachlich, sondern auch körperlich und mental.

Wenn Du Dir das vor Augen führst, erkennst Du, dass Schlaf, Pausen und Ausgleich nichts sind, was Du Dir „mal gönnst“.

Sie sind essenzieller und zwingender Bestandteil Deiner optimalen Vorbereitung.

Ich will Dir nicht einreden, dass das Examen leicht wäre. Aber es ist machbar.

Zumindest, solange Du Dir nicht selbst im Weg stehst.

Hab Vertrauen in Dich und Deine Fähigkeiten.

Du bist gut genug.

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